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Person


Die Feldenkraismethode wurde vom promovierten Physiker Dr. Moshe Feldenkrais entwickelt. Der Ausgangspunkt seiner Forschungen war eine Sportverletzung, die er sich zugezogen hatte. Er begann sich intensiv mit Anatomie, Verhaltens –und Neurophysiologie sowie Psychologie zu befassen und entwickelte darauf aufbauend und inspiriert von seiner Neugierde diese Methode.

Zur Methode

Eine der wichtigsten Grundlagen der Feldenkraisarbeit ist ein tiefes Verständnis für den menschlichen Prozess des Lernens. Wir sprechen dabei von organischem Lernen, das kleine Kinder langsam dazu befähigt mehr und mehr Schritte ins Leben zu machen. Ausgestattet mit einem enormen Lernpotential entdecken Kinder die verschiedensten Arten der Fortbewegung – sie drehen sich, robben, rutschen, fallen und stehen wieder auf, kriechen und krabbeln, ohne dass ihnen das jemand vorgemacht hätte. Auf diese Art lernen wir Fahrrad fahren, Schwimmen, Gehen, Springen, Schi Fahren usw.

Im Laufe unseres Erwachsenwerdens nimmt jedoch die Viefalt unserer Bewegungsmöglichkeiten häufig ab und ebenso unsere Neugierde. Wir erlernen z.B. irgendwann das Gehen und ein bestimmtes Muster des Gehens. Die meisten Menschen kann man an ihrem Gang erkennen, oder? Die Feldenkraismethode erforscht diese Muster und gibt Anweisungen, wie sie ähnlich den Bewegungsversuchen von Babies bewusst gemacht und neu gestaltet werden können.

Die Praxis

Für den Lernprozess in der Feldenkraismethode gibt es zwei Wege:

1. Bewusstheit durch Bewegung

findet meist in der Gruppe statt. Dabei werden Bewegungsfolgen auf leichte, anstrengungslose und spielerische Weise mit verschiedenen, ungewohnten Variationen erforscht. Die einzelnen Übungen orientieren sich  stark an der Bewegungsentwicklung von Babies und Kindern: Man rollt über den Rücken von Seite zu Seite, lernt sich in müheloser Art hochzu“spiralen“, beschäftigt sich mit Möglichkeiten der Aufrichtung usw.

Dabei geht es immer darum Anstrengung spüren zu lernen und Bewusstheit darüber zu erlangen, was man tut und wie man es tut. Ständiges Wiederholen der Übungen ohne Wahrnehmung dessen was man grade tut, ist in der Feldenkraisarbeit sinnlos. Geübt wird nicht die Bewegung an sich, sondern die Wahrnehmung der Bewegung und die Bewusstheit darüber wie ich sie ausführe: wie mache ich eine Bewegung, wie schnell, wie langsam, welche Muskeln aktiviere ich dafür, wie fühle ich mich dabei, wenn ich es mache etc.

Wir können dabei unserem Nervensystem vertrauen, vorausgesetzt wir „tricksen“ es nicht aus, z.B. indem wir ständig über unsere Grenzen gehen: Es nimmt die feinsten Unterschiede wahr und wählt aus, was mehr Spass macht und sich leichter anfühlt, die leichteste, eleganteste und einfachste Lösung.

2. Funktionale Integration

wird in Einzelarbeit angewandt. Dabei liegen Sie auf einer speziellen Feldenkraisliege in bequemer Kleidung und werden über sanfte Berührung bewegt. Eine Feldenkraislehrerin oder eine Lehrer achtet dabei darauf, nicht über Grenzen zu gehen oder sogar schmerzerzeugend zu arbeiten. Die Einzelarbeit basiert auf den gleichen neurophysiologischen Zusammenhängen wie die Gruppenarbeit, ermöglicht jedoch einen sehr individuellen, auf die speziellen Bedürfnisse eines Menschen abgestimmten Lernprozess.
FeldenkraislehrerInnen spüren unwillkürliche und unbewusste Muskelaktivitäten auf, die den Spielraum einer Bewegung eingrenzen und unterstützen den Menschen dabei, neue Möglichkeiten zu entwickeln. Wenn Bewegungsmöglichkeiten durch Verletzungen oder neurologische Veränderungen eingeschränkt wurden, kann auch an der Verbesserung oder Wiederherstellung von Funktionen gearbeitet werden (gehen, greifen...).
Die Resultate sind oft sehr eindrucksvoll und werden von Menschen immer wieder als elementare Veränderungen erfahren. 







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